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Kosten sparen durch Ölpflege?
Ob Baumaschinen, Werkzeugmaschinen oder Spezialfahrzeugbau, in fast allen Maschinen wo hohe Kräfte benötigt werden, spielt die Hydraulik eine entscheidende Rolle. Die Wartung und Reparatur dieser Technik gilt allerdings als kostenintensiv, die Bauteile sind teuer, die Fehlersuche häufig wegen mangelnder Qualifikation oder unausreichender Messtechnik eine langwierige Angelegenheit. In diesem Artikel werden Möglichkeiten und Beispiele dafür aufgezeigt, wie durch die optimierte Abstimmung der Betriebsflüssigkeit auf die Maschinenkomponenten die Kosten gesenkt werden können.

Eine mögliche Ausführung eines mobilen Filteraggregats mit mehrstufiger Abscheidung und optionaler Ölheizung.

Die Partikelanalyse aus einer intakten Anlage gibt wichtige Informationen über Zustand und ungewünschten Schmutzeintrag.

Die Analyse im Schadensfall gibt Aufschluss über die Ursachen. Hier: verdichtete Ölrückstände durch Metallseifenbildung.
Hydraulik als Technologie hat sich in allen Bereichen des Maschinenbaus durchgesetzt. Sehr hohe Leistungsdichte bei sehr kompakten Abmessungen, direkte Wirkung am Stellglied ohne aufwendige Kinematik, oder sehr gute Regelbarkeit bringen eindeutige Vorteile sowohl bei mobilen Arbeitsmaschinen, wie auch in der Industrie. Wenn es aber zu Maschinenausfällen kommt, gibt es sehr oft Schwierigkeiten. Moderne Fehlersuchsysteme stecken noch in den Kinderschuhen oder sind schlichtweg zu teuer. Die manuelle Fehlersuche vor Ort ist kompliziert und setzt gut qualifiziertes Instandhaltungspersonal voraus.
Ein allgemein gültiges Rezept für ein effektives Kostenmanagement ist die vorbeugende Instandhaltung. Diese setzt aber wiederum ausreichendes und qualifiziertes Fachpersonal voraus. Viele solcher Fachleute sind aber bereits in Umstrukturierungsmaßnahmen „freigesetzt“ worden. Umso wichtiger ist es, jede Möglichkeit zur Kostensenkung bei den Wartungskosten wahrzunehmen.
Hydraulikanlagen bestehen aus Sicht der Wartung dabei aus zwei wesentlichen Teilen: zum einen das Leitungsnetz mit den Komponenten wie Pumpen, Ventile oder Zylinder, zum anderen die Hydraulikflüssigkeit. Bei letzteren gibt es eine recht große Vielfalt, wobei über 75% aller Hydraulikanlagen mit mineralölbasischen Betriebsmedien arbeiten. Diese Flüssigkeit ist das „Blut“ des Systems. Ähnlich wichtig wie beim Menschen ist es, dass im Kreislauf keine Schadstoffe transportiert werden. Andererseits können genau wie beim Blut, aus der Untersuchung der Flüssigkeit wichtige Erkenntnisse des Betriebszustandes gewonnen werden.
Auch die Fa. RT-Filtertechnik hat sich längst auf umfassende Ölpflegekonzepte und entsprechende Dienstleistungen spezialisiert. Die Kernkompetenz in der Filtration gibt dazu die Basis. Bekannt ist es ja, dass ca. 70% aller Maschinenausfälle auf Feststoffverunreinigungen im Hydrauliköl zurückzuführen sind.
Der erste Schritt in Richtung optimale Pflege ist somit ein gutes Filtrationskonzept. Hier gilt es in erster Linie die Maschinenhersteller zu überzeugen. Kostengründe führen jedoch immer wieder zu der Annahme, das Filter ein notwendiges Übel, und nicht ein integriertes System in der Hydraulik sind. Es kann sich also lohnen den betrieblichen Maschinenpark von Filterexperten untersuchen zu lassen. Eine geringfügige Umrüstung kann bereits große Wirkung haben.
Auch Maschinen die über eine gute Filtration verfügen, können von zusätzlichen Maßnahmen profitieren. So berichten Anwender von mobilen Filtersystemen, ausgerüstet mit RT-Filtern, von deutlichen Standzeitverlängerungen der Hydrauliköle. Der Einsatz dieser Aggregate ist vielfältig:
- Bypassfiltration während Wartungsarbeiten (z. B. Baumaschinen, Kunststoffspritzgussmaschinen)
- Einfüllfiltration vom Fass
- Spülmaßnahmen des Systems nach Schäden einer Komponente (z. B. Pumpenschaden)
- Permanente Bypassfiltration in der Industrie (z. B. Pressen, Papiermaschinen, Kunststoffindustrie)
Die für diese Aufgaben abgestimmten RT-Filter verfügen über Filterelemente in 3 µm oder 5 µm Filterfeinheit und einer hochwirksamen magnetischen Abscheidung. Es sind auch Filter verfügbar, die in einem Gehäuse eine dreistufige Abscheidung umsetzen. Die erzielte Reinheit des Öles liegt weit unter den Komponentenanforderungen und dient der Lebensdauererhöhung der Bauteile und des Öles. Eine immer wiederkehrende Diskussion ist die Frage, ob eine Feinstfiltration das Öl schädigen kann. Ölhersteller werden diese Frage einstimmig verneinen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Vorsicht angesagt ist. Die RT-Beratung ist daher umfassend angelegt und schlägt immer die optimale und nicht die technisch machbare, vermeintlich „beste“ Lösung vor.
Diese Maßnahmen können die Belastung des Öles durch Feststoffpartikel deutlich mindern. Dadurch wird der Additivverbrauch verringert und die Vermehrung der Partikel durch abrasiven Verschleiß gestoppt. Ein weiterer Lebensdauerfaktor ist in Hydraulikanlagen das Wasser. In einigen Fällen – z. B. Bioöleinsatz – muss sogar der Wasseranteil streng überwacht werden. Wasser ist immer nachteilig für die Bauteile und mindert die Ölstandzeit. In Kombination mit den bereits erwähnten Filteraggregaten ist es möglich, auch die Wasseranteile unter Kontrolle zu halten. RT Filter zur Wasserkontrolle sind moderne Elemente mit Glasfasermaterialien und hochwirksamen hygroskopischen Partikeln.
Die bisher beschriebenen Maßnahmen können jedoch nicht auf die chemische Struktur des Öles Einfluss nehmen. Eigenschaften wie Viskosität, VI-Index oder Neutralisationszahl sind jedoch wichtige Indikatoren für den Alterungsprozess des Öles und den Betriebszustand. Umso wichtiger ist es, eine regelmäßige Kontrolle der Betriebsflüssigkeit durchführen zu lassen. Dabei kommt der Ölprobenentnahme in der Hydraulik eine besonders wichtige Rolle zu. Schon die Bestimmung der Entnahmestelle sollte in einer Beratung erfolgen. Auch die Art und Weise einer Probenentnahme wird z. B. von RT-Filtertechnik vor Ort geschult. Eine detaillierte Ölanalyse gibt Aufschluss über folgende Informationen:
- Viskosität, VI-Index
- Neutralisation, pH-Wert
- Additivinhalte, und -verbrauch
- Metallanteile
- Verunreinigungen
- Reinheitsklasse
- Wasseranteile
- Thermische Belastung
Regelmäßig durchgeführte Öluntersuchungen verbunden mit zusätzlichen Filtrationsmaßnahmen bedeuten zuerst zusätzliche Kosten. Die deutlich verlängerte Lebensdauer der Komponenten und des Öles, sowie deutlich geringere Maschinenausfallzeiten lassen jedoch ein derartiges Optimierungsprojekt mit der RT-Filtertechnik mit Sicherheit schnell zum Erfolg werden. Durch die regelmäßigen Kontrollen können zudem notwendige Wartungsarbeiten in dafür günstige Zeiten eingeplant werden.
Natürlich steht das RT-Labor auch zur Verfügung wenn ein Schaden bereits eingetreten ist. So konnten bereits mehrfach bei blockierten Filterelementen die Einwirkung von Fremdstoffen (Korrosionsschutz, Bioöl etc.) nachgewiesen werden.
Eine umfassende Zusammenarbeit mit den Filterexperten zahlt sich somit vor allem für die Anwender der Hydraulik langfristig aus.
