In der Mobilhydraulik, der Schwerindustrie und dem anspruchsvollen Anlagenbau entscheiden die Reinheit des Betriebsmediums und die Standzeiten der Filterelemente über die Ausfallsicherheit der Gesamtanlage. Ob im kontinuierlichen Ölkreislauf oder bei der gezielten Säuberung von Tieflochbohrungen – eine präzise dimensionierte Magnetkerze bietet hierbei eine hocheffiziente Möglichkeit, metallischen Mikroabrieb sowie makroskopische Verunreinigungen prozesssicher aus dem Fluidstrom zu separieren. Als funktionale Komponente innerhalb von Leitungs- und Rücklauffiltern sichert dieser verfahrenstechnische Ansatz die mechanische Integrität sensibler Maschinenteile nachhaltig ab.
Schutz vor Verschlammung von Maschinenteilen durch ferromagnetische Partikel
Der kontinuierliche mechanische Verschleiß in Aggregaten, Pumpen und Getrieben führt zur permanenten Entstehung feinster Feststoffpartikel. Der konsequente Schutz vor Verschlammung von Maschinenteilen durch ferromagnetische Partikel besitzt daher für Konstrukteure und Instandhaltungsleiter oberste Priorität. Werden diese Partikel nicht frühzeitig gebunden, überladen sie die primären Filterelemente, was zu drastisch verkürzten Serviceintervallen und steigenden Betriebskosten führt.
An dieser Stelle agiert ein hochentwickelter Magnetabscheider als prozessstabile Barriere. Er bindet Partikel ab einer Größe von 0,1 µm und entfernt selbst kritische Fertigungsrückstände aus Tieflochbohrungen. Durch diese signifikante Entlastung der Hauptfiltermedien fungiert die Baugruppe als effektive Vorfiltration und minimiert das Risiko abrasiver Kettenreaktionen an kritischen Komponenten.
Funktionale Vorfiltration im Praxisbetrieb
Das physikalische Fundament dieses Schutzsystems basiert auf einer strategisch vorgeschalteten Vorfiltration. Durch das strömungstechnische Prinzip, bei dem das Medium das Filterelement von innen nach außen durchfließt, wird eine kompromisslose Wartungsfreundlichkeit erzielt. Beim Elementwechsel verbleiben alle zurückgehaltenen Feststoffpartikel lückenlos im Inneren des Elements. Ein Zurückspülen kontaminierter Partikel in den Tank oder den nachgelagerten Fluidkreislauf ist somit konstruktionsbedingt ausgeschlossen.
Eine integrierte Magnetkerze erfüllt im täglichen Betrieb zudem eine wichtige Doppelrolle: Neben der kontinuierlichen Fluidreinigung dient der Magnetabscheider als verlässlicher mechanischer Indikator für den aktuellen Verschmutzungs- und Verschleißzustand, was besonders bei der präventiven Überwachung von internen Maschinenbauteilen von hoher Bedeutung ist.
Spezifikationen und Werkstoffkompatibilität
Für das präzise B2B-Engineering sind exakte geometrische und physikalische Parameter unverzichtbar. Egal ob beim permanenten Einsatz im Tank oder bei der manuellen Reinigung in Tieflochbohrungen – unsere Systeme sind für extreme thermische und chemische Belastungen ausgelegt:
- Temperaturbereich: Zuverlässiger Dauereinsatz bei Betriebstemperaturen von bis zu 120 °C.
- Werkstoffe: Hülle und Rohr bestehen standardmäßig aus Messing oder korrosionsbeständigem Edelstahl (EN 10088: 1.4301 oder 1.4305), das Gewindestück bzw. die Verschlussschraube aus hochfestem Stahl.
- Fluidverträglichkeit nach ISO 2943: Uneingeschränkt kompatibel mit Hydraulikölen H bis HLPD (DIN 51524), Schmierölen (DIN 51517, API, ACEA, DIN 51515, ISO 6743),
- Abmessungen und Auslegung: Verfügbar in den standardisierten Baugrößen (Durchmesser) 11, 20 und 30 mit gestaffelten Einbaulängen von 100 mm bis zu 1200 mm für eine passgenaue Integration in Ihre CAD-Umgebung
Maßgeschneiderte Magnetabscheider für das Engineering
Je nach Einbausituation, Zugänglichkeit und Strömungsverhältnissen kommen differenzierte Bauformen zum Einsatz, um eine maximale Abscheidewirkung zu erzielen:
| Typ | Baugrößen (Ø mm) | Hauptanwendung & Einsatzzweck | Einbau- & Montageart | Konstruktive Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| MKH | 10, 20, 30 | Müheloses Entfernen von Spänen, Schrauben, Splinten und Werkzeugen aus schwer zugänglichen Bereichen. | Mobil / Flexibel (Ausgestattet mit ölbeständigem Stiel und PVC-Schutzhülle). | Koppelbare Verlängerungen (V1 für Ø11, V2 für Ø20/30) zur variablen Reichweitenanpassung. Ideal für Tieflochbohrungen. |
| MKS | 10, 20, 30 | Kontinuierliche Abscheidung allerfeinster ferromagnetischer Abriebteilchen zum Schutz sensibler Bauteile. | Stationäre Gehäuseintegration (Einbau an strömungstechnisch optimaler Stelle direkt im Getriebegehäuse o.ä.). | Verschlussschraube in Anlehnung an DIN 910. Schutz vor Verschleiß an Wälzlagern und Zahnflanken. |
| MKG | 10, 20, 30 | Einsatz bei Flüssigkeitsspiegeln bis zum Verschlussdeckel oder bei konstruktionsbedingtem Einbringung von unten. | Stationär (Wahlweise mit Gewindezapfen oder Verschlussschraube DIN 910). | Auf der exakten Gesamtlänge vollflächig magnetisch wirksam. Maximaler Schutz vor Verschlammung. |