In der anspruchsvollen Praxis mobiler Arbeitsmaschinen stoßen standardisierte Laborwerte oft an ihre technologischen Grenzen. Entwicklungsingenieure und Konstrukteure von OEMs stehen kontinuierlich vor der Herausforderung, dass herkömmliche Komponenten den extremen Realbedingungen auf der Baustelle oder dem Feld nicht standhalten. Wenn standardisierte Testverfahren die Systemwirksamkeit unzureichend abbilden, sind kundenspezifische Filterlösungen der Schlüssel zur langfristigen Sicherung der Systemverfügbarkeit. Die RT-Filtertechnik GmbH kombiniert tiefgehendes Anwendungs-Know-how mit wissenschaftlich fundierten Prüfverfahren, um eine hocheffiziente Filtration unter realen Einsatzbedingungen zu garantieren. Unser Fokus liegt dabei auf der techno-ökonomischen Optimierung der gesamten Maschinenfunktion.
Systemkompetenz für mobile Großserien: RT-Filtertechnik als B2B-Partner
Als etablierter Entwicklungspartner im B2B-Umfeld bietet RT-Filtertechnik maßgeschneiderte Systeme, die exakt auf die hochkomplexen Anforderungen moderner Mobilhydraulik-Anlagen zugeschnitten sind. An unseren hochentwickelten Standorten in Friedrichshafen und Kromsdorf bündeln wir unsere umfassende Mobilhydraulik- und Systemkompetenz, um technologisch innovative Maßstäbe zu setzen.
Unser ingenieurtechnischer Ansatz zeichnet sich dadurch aus, dass wir nicht bloß isolierte Einzelprodukte betrachten. Im Vordergrund steht für uns stets die lückenlose Maschinenfunktion bei maximaler Schnittstellenminimierung. Durch diese ganzheitliche Systembetrachtung realisieren wir für namhafte OEMs eine signifikante Kostenreduzierung bei gleichzeitig gesteigerter Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt. Jede mobile Anwendung erfordert individuelle konstruktive Ansätze – genau hier greifen unsere kundenspezifische Filterlösungen, die funktionale Exzellenz und Bauraumeffizienz perfekt in Einklang bringen.
Dynamischer Multipass-Test (HLCT)Zuverlässige Filtration unter realen Lastzyklen
Wer im Engineering gezielt nach Begriffen wie „Hydraulikfilter Testverfahren Realbedingungen Mobilhydraulik“ sucht, stellt fest, dass eine verlässliche Filtration unter realen Bedingungen weit über starre Laborstandards hinausgeht. Gängige genormte Testverfahren dienen zwar der besseren Vergleichbarkeit von Filterelementen für den Endverbraucher, bieten jedoch bezüglich des realen Einsatzes in Baggern, Radladern oder anderen mobilen Maschinen nur bedingt Aussagekraft. Labor-Normen gehen von konstanten Bedingungen aus. In der Realität jedoch schneiden Medien für die Filtration bei konstantem Volumenstrom meist deutlich besser ab als unter dynamischer Belastung.
Warum konstante Testbedingungen nicht realistisch sind
Bei mobilen Arbeitsmaschinen werden die hydraulischen Systeme aufgrund der engen Platzverhältnisse im Tank meist im Rücklauf gefiltert. An dieser Stelle werden sämtliche Volumenströme gebündelt – ob von den Zylindern der Ausleger, den Baggerlöffeln, Schiebeschildern und sonstigen Anbaugeräten oder vom Dreh- und Antriebssystem. Durch die kontinuierlichen Ventilschaltungen der einzelnen Kreisläufe wird mal mehr, mal weniger Öl im Rücklauf gefördert. Am Filterelement herrscht somit eine permanente Volumenstromdynamik.
Dieses Phänomen beeinflusst die „Hydraulikfilter Abscheideleistung bei dynamischem Volumenstrom“ massiv: Normalerweise können im Filterelement Partikel abgeschieden werden, die kleiner als die eigentlichen Poren des Filtermaterials sind, da sie über sogenannte Van-der-Waals-Kräfte gehalten werden. Bei dynamischer Belastung reichen diese Kräfte allerdings oft nicht aus – die Partikel werden wieder gelöst und ins System zurückgetragen, was zu vorzeitigem Verschleiß führt.
Der RT-Prüfstand für den Hydraulic Load Cycle Test (HLCT)
Die kontinuierliche Entwicklung Filtertechnologie-orientierter Testverfahren bei RT-Filtertechnik in Kromsdorf führte zum wegweisenden HLCT (Hydraulic Load Cycle Test). Mit diesem einzigartigen Prüfstand können herrschende Lastprofile aus jeder Art von Applikation flexibel nachgestellt werden. Maschinenuntersuchungen haben gezeigt, dass sich fast alle realen Lastprofile in vier symmetrisch verteilte Hauptkategorien unterteilen lassen:
- Profil B: Gleiche Anstiegszeit von positiver und negativer Volumenstromrampe.
- Profil C: Kürzere Anstiegszeit von positiver zu negativer Volumenstromrampe.
- Profil D: Längere Anstiegszeit von positiver zu negativer Volumenstromrampe.
- Profil E: Gleiche Anstiegszeit von positiver und negativer Volumenstromrampe bei einer besonders hohen Wiederholrate.
Der verbaute High-Tech-Prüfstand arbeitet mit einem hocheffizienten 2-Kreis-System. Während der erste Kreis für Spektren zwischen 30 und 150 l/min ausgelegt ist, deckt der zweite Kreis 120 bis 750 l/min ab. Damit erfüllt er standardmäßig statische Multipasstests nach ISO 16889 im Bereich von 30 bis 740 l/min. Das entscheidende Plus für die Praxis: Beide Testkreise können mit hochdynamischen Zyklen beaufschlagt werden, bei denen Volumenstromänderungen vom Minimum bis zum Maximum mit bis zu 4 Hz möglich sind. Ein dynamischer Zyklus kann zudem direkt aus einem Feldtest aufgezeichnet und eins zu eins in die Prüfstandssteuerung übertragen werden. Die Auswertung dieser anspruchsvollen Ergebnisse orientiert sich an der ehemals gültigen Norm für dynamische Multipasstests (ISO 23369).
Wissenschaftlicher Nachweis der Abscheidequalität
Wird ein Filter unter diesen wechselnden Realbedingungen mit Testschmutz beaufschlagt, treten die qualitativen Unterschiede in der Filterauslegung deutlich hervor. Bei der Bewertung der Partikelgröße für ein definiertes Trennverhältnis (βx=200) gilt: Je höher der ermittelte β-Wert ausfällt, desto schlechter ist die tatsächliche Filtration im dynamischen Betrieb.
Der Ablauf zur Ermittlung dieser Daten ist exakt definiert: Im ersten Schritt werden Rahmenbedingungen wie Temperaturen, Volumenströme und Rampenzeiten erfasst – entweder bereitgestellt durch den Kunden oder ermittelt über gemeinsame Feldtests an der Maschine. Aus dem aufgezeichneten Lastprofil wird ein repräsentativer, sich stetig wiederholender Arbeitszyklus extrahiert und für die Programmierung des Prüfstands abstrahiert. Das Ergebnis sind kompromisslose, kundenspezifische Filterlösungen, die im harten Realeinsatz dauerhaft überzeugen.
Der direkte, herstellerübergreifende Vergleich dokumentiert die Stabilität der RT-Filterstruktur unter realer Belastung eindrucksvoll.
Statisch | Dynamisch | |
|---|---|---|
| Wettbewerber (βx(c) = 200) | 8,4 µm | 15,1 µm |
| RT-Standard (βx(c) = 200) | 7,6 µm | 10,5 µm |
Strömungssimulation (CFD): Höchste Effizienz im Tanksystem durch virtuelle Optimierung
Wer im Engineering gezielt nach Begriffen wie „Strömungssimulation Hydrauliktank“ oder „CFD-Berechnung B2B Fluidsysteme“ sucht, stößt auf ein oft unterschätztes Optimierungspotenzial. Hydrauliktanks sind historisch bedingt in vielen Mobilmaschinen unzureichend auf das Gesamtsystem abgestimmt. Neben umfangreichen Mess- und Prüfprogrammen im Feld nutzt RT-Filtertechnik modernste computergestützte Strömungssimulationen. Jede mathematische Simulation hilft dabei, verborgene Ineffizienzen bereits in der Entwicklungsphase aufzudecken und gezielt zu beseitigen.
Vergangene Analysen zeigen eindrucksvoll, dass in vielen konventionellen Tanks ungenutzte Toträume vorhanden sind, in denen das Öl überhaupt nicht strömt. Durch ein perfekt optimiertes Tank-Filtersystem lässt sich das benötigte Tankvolumen um bis zu 30 % reduzieren. Für den Endanwender bedeutet das eine signifikante Bauraum- und Gewichtseinsparung sowie eine konkrete Kostenreduzierung: Kunden können bis zu 10 % Öl einsparen – und das bei absolut gleichbleibender Systemperformance. Gerne unterstützen wir unsere Kunden bereits während der frühen Projektierungsphase, um perfekt abgestimmte, kundenspezifische Filterlösungen direkt in die Systemarchitektur zu integrieren.
Die vier Säulen der RT-Simulationskompetenz
Grundlegende CFD-Berechnung (Computational Fluid Dynamics)
Dieses Verfahren dient der präzisen Darstellung des globalen Strömungsprofils im Tank. Es macht ungenutzte Bereiche (Toträume) sichtbar und bildet die geometrische Basis für Strömungsoptimierungen und eine beruhigte Rücklaufführung.
Blasensimulation
Luft im Hydrauliköl ist einer der Hauptverursacher für Kavitation und Steuerungsprobleme. Die Blasensimulation visualisiert das exakte Verhalten und die Bewegung einzelner Luftblasen im Ölstrom. Validierungen im hauseigenen Prüffeld belegen, dass die Simulation sehr gut mit realen physikalischen Messungen übereinstimmt.
Mehrphasen-Simulationen
Mit dieser hochentwickelten Methode wird die reale Bewegung des Öls im Tank während dynamischer Arbeitszyklen visualisiert. Sie zeigt exakt, wie stark das Medium beim Rücklauf in den Tank die Oberfläche aufwirbelt. Je stärker das Öl an der Oberfläche „aufwallt“, desto höher ist der kritische, interne Lufteintrag in das Fluidsystem. Zudem lässt sich im virtuellen Modell simulieren, ob bei extremen Fahrdynamiken – wie beispielsweise einem abrupten Bremsvorgang der mobilen Maschine – Öl über den Belüftungsfilter nach außen ausgetragen werden kann. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden direkt wirksame konstruktive Gegenmaßnahmen entwickelt, wie etwa das präzise Einbringen einer Schikane im Tank.
Jede Simulation schließt mit einer detaillierten Analyse der Ergebnisse und fundierten, konstruktiven Verbesserungsvorschlägen für die Umgestaltung des Tanksystems ab. So entsteht aus virtuellen Daten ein realer, messbarer Wettbewerbsvorteil für anspruchsvolle B2B-Anwendungen.
Anwendungsbezogene Entwicklung Filtertechnologie: Praxisnahe Feldtests für maßgeschneiderte Fluidsysteme
Wer im Engineering nach Begriffen wie „Anwendungsbezogene Filterentwicklung Mobilhydraulik“ sucht, erkennt schnell, dass eine nachhaltige Filtration nur durch reale Daten direkt von der Maschine optimiert werden kann. Für RT-Filtertechnik bedeutet dies, dass wir hocheffiziente, kundenspezifische Filterlösungen direkt im Feld validieren. Wir begleiten und betreuen unsere Kunden in ihren spezifischen Projekten durch maßgeschneiderte Feldtests und umfassende Mess- und Prüfprogramme. Gemeinsam durchgeführte Langzeitprojekte sichern somit eine optimale Instandhaltungsstrategie und maximieren die Systemverfügbarkeit.
Die vier Fokusbereiche der mobilen Systemanalyse Im Rahmen der intensiven Entwicklungsbegleitung konzentriert sich RT-Filtertechnik auf vier technologische Schwerpunkte:
Analyse- und Inbetriebnahmemessungen
Direkt an den Mobilmaschinen werden an strategisch gewählten Punkten Abnahme- bzw. Messstellen eingebracht. Hochpräzise Messsensoren erfassen im realen Betrieb eine Vielzahl spezifischer Leistungsdaten.
Definition und Aufnahme von Volumenstromprofilen
Das Profil des Volumenstroms wird während verschiedener Arbeitszyklen präzise aufgenommen und ausgewertet. Diese exakte Erfassung dient als unverzichtbare physikalische Datengrundlage für die anwendungsbezogene Entwicklung Filtertechnologie und die anschließende Programmierung im HLCT-Testing.
Untersuchung von Problemstellungen wie „Luft in Öl“
Eingeschlossene Luft im Fluidsystem beeinträchtigt die Funktion und Abscheideleistung massiv. Durch gezielte Analysen wird das Luftabscheideverhalten direkt an der Maschine untersucht, um Kavitation und Systemstörungen wirksam zu verhindern.
Öluntersuchungen hinsichtlich der Leitfähigkeit
Ein oft unterschätzter Sicherheitsfaktor im System. Zu niedrige Ölleitfähigkeiten bergen das Risiko elektrostatischer Entladungen, die das Filtermedium oder sensible elektronische Komponenten beschädigen können.
Validierung im Feld – Mobile Messtechnik im harten Realeinsatz
Die theoretische Kompetenz wird durch konkrete, messtechnische Praxisaufbauten direkt am Fahrzeug untermauert, um valide Daten für die Konstruktion zu liefern:
- Online-Ölqualitätsmessung am Radlader: Zur kontinuierlichen Überwachung der Partikelkonzentration wird beispielsweise ein Partikelzähler vom Typ FCU 8210 direkt an einem Radlader installiert. Diese Online-Partikelmessung erlaubt eine lückenlose Überwachung der Reinheitsklasse während des gesamten realen Arbeitszyklus.
- Visuelle und sensorische Analyse von „Luft in Öl“: Um das exakte Abscheideverhalten der Luftblasen in einer Baumaschine zu entschlüsseln, setzt RT-Filtertechnik unter anderem auf die temporäre Installation eines speziellen Plexiglasrohres in Kombination mit hochentwickelter Messtechnik. Dadurch werden die physikalischen Effekte im Rücklaufstrom direkt sichtbar und exakt bewertbar.
- Leitfähigkeitsmessung zur Vermeidung von Elektrostatik: Mittels eines mobilen Leitfähigkeitsmessgeräts werden Feldmessungen direkt am System durchgeführt. Dies ist essenziell, da niedrige Ölleitfähigkeiten von weniger als 500 pS/m nachweislich elektrostatische Entladungen im Hydrauliksystem verursachen können.
Durch diese tiefgehende, partnerschaftliche Betreuung und die direkte Verknüpfung von realen Felddaten mit modernsten Prüfstandsverfahren entstehen nachhaltig optimierte, kundenspezifische Filterlösungen, die perfekt auf die jeweilige B2B-Anwendung zugeschnitten sind.